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Tour
Turnierberichte des XUXU Beach-Team
» 2003 » Krefeld

Vier XuXu-Teams unter den letzten Sechzehn!


von Kalle
Beim diesjährigen Beachhandball-Mastersturnier in Krefeld konfrontierte man die restlichen Mannschaften gleich mit vier XuXu-Teams - jeweils zwei Damen- und zwei Herrenmannschaften wollten möglichst viele Qualifikationspunkte für die deutschen Meisterschaften erspielen. Wie am vorhergegangenen Wochenende in Flittard qualifizierten sich auch in Krefeld die beiden besten Mannschaften in ihren jeweiligen Fünfer - Gruppen für das Achtelfinale. Doch dieses Ziel stand am Ankunftstag Freitag noch in weiter Ferne. Denn zu Beginn hieß es erst einmal einen zufriedenstellenden Zeltplatz zu finden, der nicht nur ein wenig schattig und sonnig zu gleich sein sollte, sondern auch logistische Vorteile in Bezug auf Spielfelder, Partyzelt und Duschen bieten musste. Bei der Suche stachen die Aachener-XuXus hervor, die wohl schon am späten Morgen die Uni verlassen hatten um den restlichen XuXus diesen wundervollen Schlafplatz zu reservieren. Praktisch dabei auch die Anbindung an die Sandmans, die dem Begriff Säule eine neue Bedeutung gaben und dafür sorgten, dass einige XuXus ihre musikalischen und tänzerischen Qualitäten am späten Abend neu entdeckten. Doch vorher standen für alle vier Teams noch die ersten Vorrundenspiele an, die bei allen unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen standen. XuXu-Aachen (H) reiste mit dem kompletten Team an, bei XuXu.Wesel (H) fehlte die berühmt, berüchtigte Angriffsachse, XuXu-Niederrhein (D) musste weiterhin auf Fuzzy verzichten und XuXu-Wesel (D) war froh, überhaupt eine spielfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Mit drei Durchläufern und einer Torhüterin zum Halten und Tore werfen versuchten die Nachwuchsspielerinnen dann den Gegnern "die Quietscheentchen" beide Sätze abzunehmen. Doch der konditionelle Einbruch im 2.Satz besiegelte die 1:2 Niederlage im Penaltywerfen. Die restlichen drei Teams konnten ihre Auftaktspiele relativ sicher über die Bühne bringen, vielleicht auch begünstigt, durch die erste kreative Regelauslegung der Schiedsrichter, die im Kreis abgestandene Kempa - Tore immerhin noch mit einem Punkt belohnten. Das man den Kreis eigentlich nicht betreten darf, war ihnen wohl entfallen, oder sie waren abgelenkt durch den netten Mitzwanziger, der den Besucher des Turniers das Kotelett für das Abendmahl bereits während der Spiele an die Backe laberte. Dies hinderte jedoch niemanden daran bereits Freitagabend bei Livemusik Vollgas zu geben, und seine Stimme leidenschaftlich und natürlich für den Verein zu opfern. Nachdem dann die letzten Bedürfnisse, zu Not auf dem Zeltplatz, erledigt waren verschwanden alle XuXus früher oder später in den Zelten, um morgens festzustellen, dass die Security ganze Arbeit geleistet hatte, da einigen die komplette Reisetasche fehlte oder auch einfach nur ein Handy abhanden gekommen war.

Dennoch ging man gegen 10.00Uhr über zum Spielbetrieb. Im Laufe des Tages konnten sich dann alle vier XuXu-Teams für das Achtelfinale qualifizieren. Genaue Auskünfte über den Spielverlauf können hier nur spärlich eingebracht werden, da sowohl die Herren als auch die Frauen immer zeitgleich zueinander spielten. Erwähnenswert ist wohl das 1:0 der Herren aus Wesel über die Beachandballoldies, wodurch man sich als Tabellenführer auf ein leichteres Achtelfinale vorbereiten konnte. Unterstützt wurde die sportlich großartige Leistung aller XuXus durch die miserable Regelauslegung der Referees, die teilweise jünger als die Spieler selber waren und die weder Schrittfehler ahndeten, noch grobe Fouls ausreichend bestraften. Für ein großes Mastersturnier wie dem in Krefeld ist das wohl keine Visitenkarte, da viele Spiele darunter litten, dass die Schiedsrichter diese häufig nicht kontrollieren konnten und eigentlich die Spieler auf dem Feld die Entscheidungen trafen, von denen leider einige schon zu viele isotonische Kaltgetränke zu sich genommen hatten, als das sie hätten noch spielen können und dürfen. Dies soll jedoch nicht die bereits oben erwähnte Leistung der vier Mannschaften schmälern, die sich nun auf die Auslosung der Begegnungen im Achtelfinale freuten.

Doch vorher wurde eine neue Getränkemischung ausgiebigst getestet. Korn mit Eistee brachte die gewollte Lockerheit in die XuXu - Runde um später im Partyzelt durch gekonnte Bewegungen zu überzeugen. Scheinbar waren zwei Tage Party für einige Spieler und Spielerinnen zu viel, da man am Sonntag auf dem Weg zum Viertelfinale, das erste Team auf der Strecke ließ. Die Damen von XuXu-Wesel schieden gegen die Sambagirls unglücklich im Sudden Death aus. Die anderen Teams konnten sich durch das Erreichen des Viertelfinals die ersten Qualifikationspunkte sichern. Alles was nun kommen sollte, galt als Zugabe, da man bei einem so großen Turnier nicht mit einem solch guten Abscheiden der einzelnen Mannschaften gerechnet hatte, vor allen Dingen weil auch bei XuXu-Niederrhein nun mit zwei Durchläufern gespielt werden musste, da sich Abwehrstrategin Stoffel an der Hand verletzte und somit ausfiel.

Im bevorstehenden Viertelfinale wandte sich der Handballgott mal wieder gegen die XuXus. Team Aachen und Team Niederrhein konnten sich im Penalty nicht durchsetzen und schieden dadurch aus. In den späteren Platzierungsspielen erreichte XuXu-Aachen den 7.Platz und XuXu-Niederrhein den 5.Platz im Endklassement. Nur das ersatzgeschwächte Team der XuXu Herren aus Wesel erreichte durch ein 2:0 gegen die Freunde der Sonne das Halbfinale, womit niemand vor dem Wochenende gerechnet hatte. Dort traf man auf das Team "Vamos a la Playa", die nur zum Spaß bei diesem Turnier gemeldet hatten. Es schien also gut zu laufen für die Beachhanballer aus der Kreisstadt. Doch im Halbfinale konnte man nicht mehr an die gezeigten Leistungen der vorhergegangenen Spiele anknüpfen und verlor leider mit 2:0. Ohne die Leistung von "Vamos a la Playa" verkennen zu wollen, der deutliche Sieg wurde wieder subventioniert durch einige dubiose Entscheidungen der Spielleitung. Somit traf XuXu-Wesel im Spiel um Platz Drei auf die Beachandballoldies, die sich wohl für die Niederlage in der Vorrunde rächen wollten, und den Herren keine Chance ließen und mit einem 0:2 Sieg das Turnier für die XuXus beendete. Dabei blieb auch die Sauberkeit auf der Strecke, weil die vorhandenen sanitären Anlagen schon während des Viertelfinals abgebaut wurden. Abschließend kann man sagen, dass es ein erfolgreiches Turnier für die XuXu-Gemeinde war, und auch, dass die Party saugeil war.

 
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